Jade Cargo
Vom Perlfluss in die Welt
Jade das erste chinesisch-deutsche Luftfracht-Joint-Venture
Grüne Flugzeugnase, weißen Rumpf, so präsentieren sich die Frachtflugzeuge der Jade Cargo International. Die erste Boeing 747-400 ERF (Extended Range Freighter) der neuen Frachtfluggesellschaft hat zum 15. August 2006 ihren Flugbetrieb aufgenommen. Sie verbindet Shenzhen, im Süden Chinas mit Amsterdam und Seoul in Südkorea. Bis 2008 wird Jade Cargo ihre Flotte auf sechs Boeing 747-400 ERF erweitern und das Streckennetz ausdehnen.
Feierliche Ankunft des ersten Jade-Frachtflugzeugs in Shenzhen
Das chinesisch-deutsche Joint Venture von Lufthansa Cargo, Shenzhen Airlines und Deutscher Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) sichert sich damit eine führende Stellung im dynamisch wachsenden Luftfrachtmarkt Asiens.Chinas Wirtschaft boomt und Shenzhen ist dabei einer der stärksten Wachstumsmotoren. Amerikanische, japanische und europäische Global Player lassen in Shenzhen unter anderem Produkte der Elektronik- und Informationstechnik herstellen. Mittlerweile haben sich in dem ehemaligen Fischerdorf und seiner Umgebung 7.000 Unternehmen und Produktionsbetriebe angesiedelt. Die Region um das Perlflussdelta erhielt deshalb auch den Beinamen „Werkbank der Welt“. Inzwischen hat die Stadt den viertgrößten Flughafen Chinas, das höchste Pro-Kopf-Einkommen der Volksrepublik und mehr Wolkenkratzer als Manhattan. „Zugleich sind die Luftfrachtkapazitäten der chinesischen Airlines knapp“, erklärt Dr. Rudolf Tewes, Managing Director von Jade Cargo International mit Sitz in Shenzhen.
Shenzhen
Shenzhen ist seit mehreren Jahren ein Schwerpunkt der China-Aktivitäten des Lufthansa Konzerns. Im März 2002 hatte Lufthansa Technik Shenzhen ihre Arbeit am Perlflussdelta aufgenommen. Der erste Kunde für die Überholung hochwertiger Flugzeugbauteile war damals Shenzhen Airlines. Im Rahmen einer zweiten Kooperation haben Lufthansa Cargo und der Flughafenbetreiber Shenzhen im September 2004 das Frachtterminal International Cargo Center Shenzhen, ICCS gemeinsam eröffnet. Und im Oktober 2004 folgte dann die chinesisch-deutsche Fracht-Airline Jade Cargo International mit Sitz in Shenzhen. |
Das Transportangebot von Jade Cargo wird das Lufthansa Cargo-Geschäft ideal ergänzen. Denn das Joint Venture will vor allem zusätzliche Potenziale im innerasiatischen Verkehr und von Asien über den Pazifik nach Nordamerika erschließen. Aufgrund luftfahrtrechtlicher Einschränkungen kann Lufthansa Cargo Verkehre auf diesen Strecken nicht selbst anbieten. Eine deutsche Fluggesellschaft erhält beispielsweise für innerasiatische Flugverbindungen keine Landerechte.
Auch der Name verspricht einiges: Jade, chinesisch „Yu“, hat in China einen ganz besonderen Klang. Denn der Edelstein gilt im Reich der Mitte seit über 5.000 Jahren als Glücksbringer und als Stein des Himmels, der Wohlstand und Ansehen verspricht.
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