Das Aus nach acht Millionen Flugkilometern
Trotz aller Widrigkeiten wuchs das Netz der Eurasia kontinuierlich weiter. Im Jahr 1939 führten die Verbindungen über eine Gesamtlänge von 7.660 Kilometern, die größte Ausdehnung, die das Netz der Eurasia jemals erreichte. Die Linienführung änderte sich allerdings jedes Jahr. Wegen kriegerischer Auseinandersetzungen musste das Streckennetz immer wieder den veränderten Verhältnissen angepasst werden.
Als Nazi-Deutschland schließlich im Kriegsjahr 1941 ein japanisches Satellitenregime in Nanking anerkannte, kündigten die Chinesen nach zehn Jahren die Kooperation. Bis dahin hatten die Junkers 52.000 Passagiere und 2.100 Tonnen Fracht befördert. Insgesamt haben sie in der Zeit acht Millionen Flugkilometer zurückgelegt. Es dauerte fast 40 Jahre, bis wieder eine Lufthansa Maschine nach China startete: Am 7. April 1980 flog eine DC 10 auf den Spuren der Pioniere nach Peking.
Heute sind die Luftfahrt-Beziehungen zwischen Lufthansa und China eng und vielfältig. Lufthansa fliegt schon seit sechs Jahren im Codeshare mit Air China. Viele Flüge zwischen Deutschland und China werden unter gemeinsamen Flugnummern angeboten. Um in das Reich der Mitte zu fliegen, können Passagiere zurzeit aus über 50 regelmäßigen Flügen pro Woche mit Lufthansa-Flugnummer auswählen. Im Mai 2006 hat die Star Alliance die chinesischen Fluggesellschaften Shanghai Airlines und Air China als Kandidaten für die Aufnahme in das Bündnis begrüßt.
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