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Die erste Allianz - ein fliegerisches Abenteuer

Ein durchgehender Luftweg in den Fernen Osten — das war die ursprüngliche Absicht, die hinter der Gründung der deutsch-chinesischen Eurasia Aviation Corporation steckte. Der Startschuss fiel am 21. Februar 1930, als die Luft Hansa und das chinesische Verkehrsministerium einen auf zehn Jahre befristeten Vertrag über den Betrieb der "Eurasia" schlossen. Die Gesellschaft mit Hauptsitz in Nanking wurde mit einem Anfangskapital von sechs Millionen Reichsmark ausgestattet.

Veraltete Karten und matschige Landebahnen


Die Pioniere, die in China an die Arbeit gingen, mussten bei Null anfangen. Als der Pilot Siegfried Graf Schack von Wittenau als erster Lufthanseat Peking erreichte, hatte er nur Karten im Maßstab 1 : 1.000.000 bei sich — und die waren bereits 20 Jahre alt. Dazu kam, dass es keine Funkstellen, Werkstätten, Flugleitungen, Lager und vor allem keine Flugplätze gab. Die mussten erst einmal planiert und gesichert werden.

Bei dem Aufbau einer Infrastruktur gab es zahlreiche Probleme. Der Zustand der Start- und Landebahnen ließ sehr zu wünschen übrig. Sie waren schlecht befestigt und verwandelten sich nach Regenfällen in gefährlichen Matsch. Zudem verflogen sich die Piloten häufig, Notlandungen wegen Treibstoffmangel nach Navigationsfehlern waren nicht selten. Auf Hilfe oder Ersatzteile mussten die Piloten oft mehrere Wochen warten.


Das Aus nach acht Millionen Flugkilometern


Trotz aller Widrigkeiten wuchs das Netz der Eurasia kontinuierlich weiter. Im Jahr 1939 führten die Verbindungen über eine Gesamtlänge von 7.660 Kilometern, die größte Ausdehnung, die das Netz der Eurasia jemals erreichte. Die Linienführung änderte sich allerdings jedes Jahr. Wegen kriegerischer Auseinandersetzungen musste das Streckennetz immer wieder den veränderten Verhältnissen angepasst werden.


Als Nazi-Deutschland schließlich im Kriegsjahr 1941 ein japanisches Satellitenregime in Nanking anerkannte, kündigten die Chinesen nach zehn Jahren die Kooperation. Bis dahin hatten die Junkers 52.000 Passagiere und 2.100 Tonnen Fracht befördert. Insgesamt haben sie in der Zeit acht  Millionen Flugkilometer zurückgelegt. Es dauerte fast 40 Jahre, bis wieder eine Lufthansa Maschine nach China startete: Am 7. April 1980 flog eine DC 10 auf den Spuren der Pioniere nach Peking.

Heute sind die Luftfahrt-Beziehungen zwischen Lufthansa und China eng und vielfältig. Lufthansa fliegt schon seit sechs Jahren im Codeshare  mit Air China. Viele Flüge zwischen Deutschland und China werden unter gemeinsamen Flugnummern angeboten. Um in das Reich der Mitte zu fliegen, können Passagiere zurzeit aus über 50 regelmäßigen Flügen pro Woche mit Lufthansa-Flugnummer auswählen. Im Mai 2006 hat die Star Alliance die chinesischen Fluggesellschaften Shanghai Airlines und Air China als Kandidaten für die Aufnahme in das Bündnis begrüßt.     

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